08.07.2022

Meine erste Prüfung im dualen Studium in der Logistik

Meine erste Klausur im dualen Studium in der Logistik

„Die Zeit läuft, 2 Stunden ab jetzt, viel Erfolg.“

Alle wenden ihre Aufgabenblätter, öffnen den Bogen und die Blicke schweifen gespannt über die erste Aufgabe. – Richtig, es geht um den Moment der Prüfung – genauer gesagt um meine erste Prüfung im dualen Studium in der Logistik.

Jeder, der sich für die Laufbahn eines Studenten entscheidet, wird das oben genannte Schema X-Mal durchlaufen. Doch das allererste Mal ist etwas Besonderes.

Wie vor jeder Prüfungsphase muss man eben nun mal lernen. Ob mehr oder weniger, lernt man nicht, wird man die Prüfung wahrscheinlich nicht bestehen. So bereitete ich mich zusammen mit ein paar Kommilitonen auf die erste Prüfungsphase vor. Das Semester war schon 3/4 vorbei und bisher war der Lernaufwand recht bescheiden. Doch irgendwann beschleicht einen der Gedanke, dass es doch mal Zeit wäre etwas zu tun – das schlechte Gewissen ruft. Also setzte ich mich wie erwähnt mit Kommilitonen zusammen und wir fingen einmal ganz entspannt an, uns den Stoff der kommenden Klausuren durchzulesen. Nach einer Stunde lockerem Durchlesen und ein paar Schwätzchen ist das schlechte Gewissen auch wieder beruhigt und man legt die Skripte zur Seite. So zog ich das ein paarmal durch. Doch irgendwann schrie mir das schlechte Gewissen förmlich ins Ohr. Es waren noch 4 Tage bis zur ersten Prüfung, welche zudem aus zwei verschiedenen Klausuren bestand! Als mich ein Kommilitone etwas fragte, merkte ich, dass ich eigentlich keine Ahnung von der ganzen Materie hatte. – Jetzt wird es eng, die Devise: Pauken, pauken, pauken. Die letzten Tage gestalteten sich demnach als sehr lernintensiv – doch sollte das reichen?

Tag der Prüfung im dualen Studium in der Logistik

Ich wachte morgens auf, machte mich fertig, stieg in die Bahn und las mir noch einmal meine Lernunterlagen durch. Am Campus angekommen, wurde noch viel mit Kommilitonen über die kommende Prüfung diskutiert, bis es so weit war. Eine kurze Einführung, wie das ganze ablaufen sollte, war so gut wie hinfällig, weil ich sowieso viel zu aufgeregt war. Dann sprach der Professor oben benannte Sätze und es ging los! – Der Puls stieg auf einen Ruck an – bis ich die erste Aufgabe gelesen habe – eine etwas komplizierte Frage, welche ich aber gründlich gelernt hatte und somit direkt loslegen konnte. Ich war so im Fokus, dass ich komplett die Zeit aus den Augen verloren habe. – Ehe ich mich versah, sagte der Professor – noch 5 Minuten bis zur Abgabe. – Ich hatte aber noch eine ganze Aufgabe vor mir. Ich schmierte die Sätze nur so hin, Hauptsache es steht noch was auf meinem Blatt und schon sagte der Professor: „Die Zeit ist um – bitte schreiben Sie ihren letzten Satz zu Ende und geben Sie die Klausur ab.“

Kaum den Raum verlassen kamen schon die ersten Kommilitonen und tauschten sich aus, was wohl die Antworten der verschiedenen Aufgaben waren. Nach ein paar kurzen Gesprächen gingen wir aber nach Hause, um uns auf die noch kommenden Klausuren weiter vorzubereiten.

Dieses Szenario machte ich in meinem ersten Semester noch zwei weitere Male durch.
Das Ende vom Lied: Ein „2er-Durchschnitt“ – ich war sehr zufrieden. Der Aufwand über das Semester war sehr überschaubar und ich habe mich die letzten Tage noch mal richtig reingehängt. Jeder Student findet Prüfungen unangenehm, es gibt aber kein befreiendes Gefühl, als die letzte Klausur des Semesters abzugeben und zu wissen – „Es ist vorbei!!“

Probiert einfach ein duales Studium aus – es ist nicht so schwer 😉

Cedric

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