12.05.2021

Mein Weg zur Kauffrau für Speditions- und Logistikdienstleistungen

Hi, ich bin Marlena, 22 Jahre alt und mache eine Ausbildung zur Kauffrau für Speditions- und Logistikdienstleistungen.

Wie ich überhaupt auf die Ausbildung Kauffrau für Speditions- und Logistikdienstleistungen kam …

In der Schule erzählten mir die Lehrer immer nur von diesen Standardberufen wie z.B. die Industriekauffrau. Aber es gibt sooo viele andere Berufe, die erlernt werden können, aber von denen man in der Schule meistens nie erfährt. Und die dicken Bücher mit Ausbildungsberufen werden meistens überflogen, weil uns die Standardberufe „attraktiv genug“ gemacht werden.

Also habe ich mich kurzerhand bei sehr vielen Unternehmen beworben: zur Industriekauffrau, Bürokauffrau, Automobilkauffrau, Fachinformatikerin und vielen mehr. Doch bei den meisten Unternehmen hat man wenige bis kaum Chancen, da sooo viele genau diese Berufe erlernen möchten. Mir selbst ging es genauso. Andere Branchen kommen nicht infrage, weil man nie von ihnen hört, zu mindestens nicht in der Schule. Und man bewirbt sich dort, wo sich jeder bewirbt → Chancen? Gering.

Ich bin schließlich auf eine Berufsausbildungsmesse gegangen und habe ein Unternehmen angesprochen. Die Ausbildungsberufe kannte ich nicht, das Unternehmen auch nicht. Hier wurde mir über das Unternehmen und über eine Ausbildung als Kauffrau für Speditions- und Logistikdienstleistungen berichtet. Dies war total interessant, denn es hörte sich nicht nach einem typischen langweiligen Bürojob an.

… was mir erzählt wurde …

Viele Menschen sind sich dessen nicht bewusst, doch hinter einem LKW steckt mehr als das Fahrzeug und der Fahrer! Jemand muss den Transport organisieren, dass dieser überhaupt durchgeführt werden kann und dass die Waren von A nach B kommen. Aber es muss auch jemand dem Fahrer diese Anweisungen geben. Hinter jedem LKW stecken viele weitere Menschen, die die Aufträge entgegennehmen und erfassen. Die Preise für die Transporte kalkulieren, die passende Tour für den Fahrer finden bzw. für die Tour den passenden Fahrer. Menschen, die die Transporte abrechnen und die, die sich um die Fahrzeuge und die Fahrer kümmern, welche sie schulen. Das alles und vieles mehr gehört zu diesem Beruf. Denn der Fahrer muss lenken und die Mitarbeiter im Büro müssen denken. Setzt in dieser Kette jemand aus, kann der Transport nicht richtig ausgeführt werden. Somit ist es wichtig, dass in gewisser Art und Weise abteilungsintern und -übergreifend richtig zusammen kooperiert wird.

… und wo ich jetzt bin …

Als mir von dem Beruf und dessen Aufgaben erzählt wurde, habe ich direkt gedacht: „Hey das wäre doch was, es hört sich total interessant an!“ Also habe ich direkt meine Bewerbung abgeschickt. Nun mache ich eine Ausbildung zur Kauffrau für Speditions- und Logistikdienstleistungen bei der Karl Schmidt Spedition in Heilbronn. Ich bin sehr zufrieden mit meiner Ausbildung, da sie dem entspricht, was mir auf der Messe erzählt wurde. In diesem Beruf kommt man viel rum. Und im Gegensatz zu anderen Ausbildungsberufen wird den Azubis in der Spedition sehr viel zugetraut. Dies sehe ich als Vorteil, da man das meiste durch selbstständiges Arbeiten erlernt. Die Ausbildung zur Kauffrau für Speditions- und Logistikdienstleistungen ist sehr vielfältig und macht total Spaß. In jeder Abteilung lernt man etwas Neues dazu, was im Nachhinein in einer anderen Abteilung auch umgesetzt werden kann. Die Abteilungen ergänzen sich und man kennt das System immer besser. Dadurch kann man als Azubi manchmal den Kollegen helfen, wenn sie selbst nicht in der entsprechenden Abteilung waren.

Deine Zukunft als Kauffrau/-mann für Speditions- und Logistikdienstleistungen?

Dieser Beruf hat große Zukunftschancen, denn wir Menschen, werden immer Waren brauchen. Und wie kommen wir an diese Waren, falls es irgendwann keine Fahrer gibt, die fahren und keine Disponenten, die die Fahrer koordinieren, ohne Mitarbeiter, die Aufträge bei Kunden gewinnen und vielen weiteren. Entscheidest du dich für diese, oder eine andere Ausbildung in der Speditionsbranche hast du eine gesicherte Zukunft, denn diese Berufe kann man nicht ersetzen.

Also los, bewerbe dich!

Viel Glück!

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